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Früherer Bundesverkehrsminister Krause gesteht in Betrugsprozess in Rostock

Der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU) muss sich seit Montag wegen Vorwürfen des Betrugs und des Bankrotts vor Gericht verantworten. Der 69-Jährige habe ein Geständnis abgelegt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Rostock. Die Staatsanwaltschaft wirft Krause vor, in einem Insolvenzverfahren Vermögen verheimlicht und Geld aus Buchveröffentlichungen, Honoraren und Fernsehauftritten nicht angegeben zu haben.

Er habe durch seine Taten insgesamt 370.000 Euro erlangt. Außerdem soll er bei der Vereinbarung eines Darlehens falsche Angaben über seine Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft gemacht haben. Krause war von 1991 bis 1993 Bundesverkehrsminister. Im Jahr 2020 nahm er kurz an der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus", dem sogenannten Dschungelcamp, teil.

Wie der Gerichtssprecher weiter sagte, stimmten Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf Vorschlag des Gerichts einer Verständigung zu. Demnach werde nach einem Geständnis eine Bewährungsstrafe zwischen einem Jahr und neun Monaten und zwei Jahren in den Blick genommen. An den kommenden Verhandlungstagen sollten die Beweisaufnahme beginnen und das Geständnis überprüft werden. Das Gericht setzte 15 Verhandlungstage bis Mitte Dezember an.

smb/cfm