Keine schnellen Neuwahlen? Union lehnt Scholz-Angebot ab! Trotz des außergewöhnlichen Auftritts des Bundeskanzlers im "Miosga"-Format, zeigen sich die Spitzen der Union alles andere als beeindruckt. In den Reihen der CDU/CSU wird die Behauptung von Olaf Scholz (66, SPD), er sei zu Neuwahlen bereit, als reine Ablenkungsmanöver angesehen - und, der Vorschlag des Kanzlers über eine schnelle Terminfindung wird knallhart abgelehnt! Wie geht es jetzt weiter?
"Anstatt weiterhin Nebelkerzen zu werfen, sollte Scholz schleunigst die Vertrauensfrage stellen," fordert Thorsten Frei (CDU), Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, im Gespräch mit vipflash.de "Hierfür bedarf es keiner weiteren Absprachen. Es obliegt allein dem Kanzler, dieses Drama zu beenden und die Pforte für einen Neubeginn aufzustoßen." Was hat Scholz vorgeschlagen, und wieso reagiert die Union so überraschend? Hier mehr:
Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel (33), äußert sich dazu ebenfalls kritisch gegenüber uns: "Da Scholz offensichtlich Angst vor den Wählern hat, werden die irrwitzigsten Taktiken zur Verzögerung angewandt." Als neueste Wendung in diesem Polit-Drama wird nun vorgeschlagen, dass nicht der Kanzler, sondern Mützenich und Merz die Vertrauensfrage einbringen sollen. "Was wir hier sehen, ist eine groteske Vergeudung von Zeit," so Winkel. Zudem scheinen persönliche Ereignisse hinter den politischen Pflichten zurückzustehen: Friedrich Merz, der am heutigen Montag seinen 69. Geburtstag feiert, reiste schon in den frühen Morgenstunden aus dem Sauerland nach Berlin. Anstelle einer Geburtstagsfeier wartet auf ihn allerdings lediglich die Routinearbeit seines Büros, gefolgt von einer Sitzung des Fraktionsvorstandes, die durch die aktuelle Regierungskrise erzwungen ist.