Ein sonniger Wintertag endet in einer Katastrophe: Gegen 13:20 Uhr stürzt ein Privathelikopter mitten über einem belebten Skigebiet ab. Zwei Menschen sterben, nur wenige Meter entfernt fahren Skifahrer ahnungslos weiter – die Szenen wirken wie aus einem Albtraum.
Der Hubschrauber vom Typ Robinson R44 Raven befand sich im Tiefflug über dem Aschatli-Park in der Region Perm, als es zur Tragödie kam. In geringer Höhe kollidierte die Maschine mit einer Metallstromleitung, verlor die Kontrolle und stürzte direkt über einer Skipiste ab. Besonders brisant: Auf einem von Behörden veröffentlichten Video ist zu sehen, wie zwei Skifahrer unter der Leitung hindurchfahren – Sekunden, bevor der Helikopter in die Tiefe geht. Der beliebte Erholungspark musste nach dem Unglück sofort geschlossen werden. Rettungskräfte sperrten das Gebiet großräumig ab.
Bei den Todesopfern handelt es sich um den 54-jährigen Unternehmer Iljas Gimadutdinow und seinen 39-jährigen Begleiter. Gimadutdinow galt als einflussreicher Geschäftsmann in der Region. Er war Gründer und Direktor des Transportunternehmens Tattatranskom, das auf Öl- und Gaslogistik spezialisiert ist und 2024 rund zwei Milliarden Rubel Umsatz erwirtschaftete. Besonders pikant: Nach Angaben der Uraler Verkehrsanwaltschaft war der Flug nicht genehmigt. Warum der Helikopter so niedrig über ein aktives Wintersportgebiet flog, ist derzeit unklar.
Die Behörden haben ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Flugsicherheitsbestimmungen eingeleitet. Experten untersuchen nun, ob ein technischer Defekt, menschliches Versagen oder bewusster Regelbruch zum Absturz geführt haben. Der Aschatli-Park, ein beliebtes Ausflugsziel mit mehreren Skipisten, zieht besonders an Wochenenden zahlreiche Besucher an – umso größer ist das Entsetzen über den gefährlichen Tiefflug. Für die Familie des Unternehmers, insbesondere seine Tochter, ist der Schock kaum in Worte zu fassen. Während die Ermittlungen laufen, bleibt die Frage: Wie konnte es zu einem so riskanten Flug über voller Piste kommen?